SV Friedersdorf 1920 e.V.

Was macht eigentlich...?

PR - Team, 26.11.2019

Was macht eigentlich...?

Herzlich Willkommen zu unserer neuen Rubrik: Was macht eigentlich...?

Hier geht es darum, herauszufinden, was Mitglieder machen, die in letzter Zeit nicht so präsent waren. Wir haben uns auf die Spuren eben dieser begeben und versucht, so viele Informationen wie möglich zu bekommen, die wir mit euch teilen wollen.

Den Anfang dieser Serie macht unsere F2.

Was, der SV Friedersdorf hat eine F2, mögen jetzt viele sagen. Man kann es denen nicht verübeln, waren doch Berichte oder Artikel so gut wie nicht vorhanden. Einzig beim Ergebnisdienst tauchte das Team auf, aber seien wir mal ehrlich, wer schaut sich das regelmäßig an? Wir haben uns mit den Verantwortlichen der F2 (Tim & Tom ß kein Witz, die sind wirklich ein Team) zu einem Interview getroffen und konnten einen Einblick in die Arbeit bekommen, weshalb nur spärlich Informationen über die Mannschaft an die Öffentlichkeit gelangen.

 

Redaktion: Hallo Trainer Team. Da die Hinrunde der Rasensaison mittlerweile vorbei ist, wollten wir kurz mit euch ein Zwischenfazit ziehen, wie der bisherige Verlauf war und wissen, ob ihr damit zufrieden seid.

Tim: Wie meinst du das? Auf welchem Platz wir stehen oder wie?

Tom: Ich glaube, die meinen, ob die Spiele erfolgreich absolviert wurden, das Training den Jungs weiter geholfen hat, sowas halt.

Tim: Aha.

Redaktion: Genau das meinen wir.

Tim: Okay, ja. Lass es mich mal so fragen: Ob die Spiele erfolgreich sind, entscheidet wer? Das Ergebnis? Die Zuschauer? Ihr?

Redaktion: Naja, das Ergebnis, schätzen wir.

Tim: Falsch. Das Ergebnis sagt in dieser Alterstufe rein gar nichts über die Mannschaft aus.

Tom: Genau.

Tim: Du kannst eine Truppe haben, die 3-4 Hochkaräter in seinen Reihen weiß und alles aus dem Stadion schießt. Aber dann hast du das Problem, dass sich auch nur diese Spieler den Ball zuspielen und die meiste Einsatzzeit bekommen, der Rest der Truppe aber auf der Strecke bleibt, weil halt sie nicht mit ins Spiel eingebunden werden. Sicherlich finden es die Kids dann ganz toll, zu gewinnen, aber deren Anteil daran ist dann begrenzt.

Tom: Ich sehe es genauso. Lieber habe ich ein Team, dass als komplettes Gebilde auftritt und vielleicht verliert, aber daraus die richtigen Schlüsse zieht und versucht, es im nächsten Spiel besser zu machen. Du musst versuchen, eine Einheit zu bilden, bei der sich jeder wohlfühlt, das ist dem Alter gerade das Wichtigste. Nicht jedem siehst du das Talent schon als 6-8 Jährigem an. Manche entwickeln sich erst später und da wir hier von Kids reden, wer garantiert, dass die jetzt herausstechenden Spieler auch in Zukunft weiterhin Lust auf Fußball haben? Man muss sich um die Breite kümmern, damit man langfristig Erfolg hat.

Redaktion: Und auf eure Mannschaft angewandt, was bedeutet das?

Tim: Wir haben als F2 Spieler, die die vorgegebene Leistung in der F1 z.B. noch nicht erreichen können. Sei es durch das Alter, die Veranlagung oder was auch immer. Andere Kids sind nun mal weiter durch ihr Talent, das kann man als Trainer nur mitnehmen. Das ist auch absolut nichts Negatives, denn dadurch, dass die Kids trotz der verlorenen Spiele regelmäßig zum Training kommen und auch Spaß haben, zeigt, dass der eingeschlagene Weg, der richtige ist. Ich rechne es den Eltern hoch an, dass sie, auch wenn bei „Zweite Mannschaft“ immer ein negativer Unterton mitschwimmt, sich im Sinne des Kindes entschieden haben. Denn nur darum geht´s. Das Kind muss sich wohlfühlen und entwickeln, nicht die Eltern. Naja, ihr wisst schon, was ich meine. Und: Wer sich als jetziger Trainer den Erfolg seiner Mannschaft auf die eigene Fahne schreibt, macht irgendwas falsch.

Redaktion: Okay, danke für die Erläuterung. Wollt ihr eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Saison geben? Was war gut, was kann verbessert werden?

Tom: Zu Beginn der Saison haben wir den Stamm der Bambinis als F2 übernommen. Obwohl es lang in der Schwebe war, denn ich war allein mit der Truppe und hatte keine Unterstützung. Ein Spielbetrieb war nicht wirklich möglich, denn die Zeiten, wo man sich als Einzelner mit allem Drumherum um eine Mannschaft kümmern kann, sind vorbei. Tim wollte ursprünglich nciht als Trainer weiter machen, andere Teams die Trainer nicht abgeben.

Tim: Genau, durch berufliche und familiäre Veränderungen, dazu noch die neue Position als Jugendleiter, war es mir damals unwirklich vorgekommen, nun auch weiterhin eine Mannschaft zu trainieren. Zumal ich seit Beginn der Saison die neuen Bambinis auch noch betreue. Aber da ich niemanden finden konnte, der meine Stelle bestzt und weil mir das Wohlbefinden der Kids sehr am Herzen liegt, habe ich mich dann doch umentschieden, so dass hier eine Mannschaft nicht abgemeldet werden musste bzw. Kids den verein verlassen.

Redaktion: Aber ein Spieler ist schlußendlich doch gewechselt, richtig?

Tim: Ja, aber das ist vollkommen normal. Wenn es nicht passt, passt es nicht.

Redaktion: Wie ging es dann weiter?

Tom: Ohne richtige Saisonvorbereitung mit Testspielen, sprangen wir ins kalte Wasser. Auch wenn es vielleicht für Außenstehende nicht so rüber kommt, aber die Kids machen Fortschritte. Man muss erwähnen, dass wir zu Beginn der Saison gerade mal 5 Spieler hatten. Bei Punktspielen waren wir somit immer auf Unterstützung der F1 angewiesen, damit wir wenigstens eine Mannschaft zusammen bekommen.

Redaktion: Und das ist jetzt besser geworden?

Tim: Ja, und die Art und Weise freut uns sehr.

Redaktion: Erläutert mal.

Tim: Ganz einfach, einige Eltern haben die richtigen Schlüsse gezogen und an das Beste für ihre Kids gedacht. Somit konnten wir Spieler von der F1 in unser Team holen und eine Mannschaft bilden, die sich kennt und wo nicht regelmäßig andere Spieler auftauchen.

Redaktion: Macht sich das denn auch im Training bemerkbar?

Tom: Aktuell ist es so, dass es teilweise nicht funktioniert, dass einer der Trainer anwesend ist. Ich gehe mittlerweile Spätschichten und Tim ist auch nicht immer verfügbar. Da kommt es dann entweder auf die Eltern an, die mit aushelfen, oder aber, wenn es passt, ein Trainer der F1 mit unterstützt. Auch versuchen wir, Trainingstage zu verlegen.

Tim: Es ist nicht immer so einfach zu realisieren, doch wir können nur auf das Verständnis der Eltern hoffen. Das klappt im Großen und Ganzen eigentlich, die Beschwerden halten sich in Grenzen. Man sollte nur nicht vergessen, dass wir das alles für die Kids machen und nicht für uns selbst.

Redaktion: Sind für die Zukunft Veränderungen geplant?

Tom: Nicht personeller Art, nein. Sicherlich schauen wir immer mal wieder, ob sich jemand findet, der das Trainer-Team mit unterstützt, aber hier können wir noch nichts weiter vermelden. Wir werden aber die Trainingsintensität weiter anziehen müssen, denn man merkt, dass die bisherigen Grenzen der Spieler weit überschritten wurden und sie nun bereit für neue Sachen sind.

Redaktion: Wie geht es in der Halle weiter? Was ist geplant?

Tim: Kommenden Samstag starten wir bei den HKM in der Vorrunde, dann schauen wir mal, wie wir uns beim ersten Turnier so verkaufen. Danach haben wir zig Einladungen zu diversen Turnieren, welche wir aber nicht alle wahrnehmen können. Am 02.02. steht unser eigenes Turnier an und ansonsten warten wir sehnsüchtig darauf, wieder auf den Rasen zu kommen. Speziell ich bin kein Freund vom Hallenfußball (grinst).

Redaktion: Vielen Dank für die Informationen. Aber eine Frage hätten wir dennoch: Weshalb seit ihr im im bisherigen Saisonverlauf so unter dem Radar geflogen?

Tom: Tim, beantworte du. (grinst)

Tim: Okay, das ist relativ simpel. Wir wollten die Kids bewußt aus der Öffentlichkeit raus halten, um sie in ihrer Entwicklung nicht zu stören. Oder aber, die Zeit für solche Sachen war einfach nicht da. Auch wenn es die Kids verdient haben. Sucht euch aus, mit welcher Antwort ihr zufrieden seid.

Redaktion: Wir bedanken uns für das Interview.

Tom: Wir bedanken uns bei den Eltern, die in den herausfordernden Zeiten unterstützend zur Seite stehen. Sei es bei der Vorbereitung der Spiele (Tore stellen, Platz vorbereiten) oder aber auch bei der Flexibilität, was Trainingstage angeht.

Tim: Jo, dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Wir hoffen, dass das Interview alle offenen Fragen beantwortet. Wenn nicht, lasst es eure jeweiligen Trainer wissen, die werden euch gern zur Verfügung stehen.

Die Redaktion...




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