SV Friedersdorf 1920 e.V.

Kurz vor zehn Uhr am Samstagmorgen

PR - Team, 02.07.2020

Kurz vor zehn Uhr am Samstagmorgen

In Friedersdorf herrscht da schon mächtiges Treiben. Zumindest auf der Sportanlage des ortsansässigen SVF. Da absolvierten circa 15 Kinder unter Anleitung ihres Übungsleiters Jens Schubert eine Trainingseinheit. Das wunderte den MZ-Reporter doch ein wenig. „Ja, die Kids haben ja durch Corona  lange Zeit nichts tun können“, sorgte SVF-Nachwuchsleiter Tim   Duckstein für Aufklärung, „die wollen unbedingt auf den Platz. Und an diesem Drang sollte man sie nicht hindern.“ Diese Jungs, so stellt sich im weiteren Gespräch heraus haben im letzten Jahr als E-Jugendliche eine Altersklasse höher für Furore gesorgt. Da  schafften diese u.a. auch gleich den Aufstieg in die Landesliga. „Das ist unsere Zukunft“, freut sich der zweite Vorsitzende Nico Kienitz. Denn einige von den am Samstag trainierenden Jungs haben schon bei RB Leipzig vorgespielt oder mit gekickt, sich aber dann für den SVF entschieden. Mit dem Fahrrad zum Sportplatz zu fahren und mit den Kumpels zusammenzuspielen – 70 Prozent gehen sogar zusammen in einer Klasse zur Schule - macht doch mehr Spaß.

Während diese Nachwuchskicker nun auf Landesebene für Furore sorgen wollen, tun dies die Herren aus Friedersdorf in der kommenden Spielzeit nicht mehr. Nach zehn Jahren kehrt man zurück in die Kreisoberliga. Gewollt war dies im Jahr des 100-jährigen Bestehens anfangs nicht. „Aber es ist am Ende doch der richtige Schritt“, sagt Präsident Bernd-Hagen Richter. Zustande kam dieser Schritt, weil sich in zwei Etappen zu viele Spieler abgemeldet hatten. Während der Corona-Pandemie  saßen Mannschaft und Vorstand zusammen und besprachen die Situation. Der SVF  befand sich im Abstiegskampf der Landesliga Süd. Aber die letzten Ergebnisse gaben Hoffnung, dass es mit dem Klassenerhalt doch noch klappen sollte. Trotz des Aufschwungs kam die Forderung vom Trainer und auch von der Mannschaft sich in der Breite zu verstärken. Dies sah der Vorstand nicht so. „Wir mussten das Große und Ganze, sprich den Gesamtverein im Auge behalten“, sagt Nico Kienitz, „wir sahen den Kader gut aufgestellt und wollten dort quantitativ nicht nachlegen.“ Das hat zur Folge, dass neben dem Trainer auch zwei, drei Spieler sich eine neue sportliche Herausforderung suchten. Diese Tatsache  ließ die Verantwortlichen zu den Schluss kommen, dass man freiwillig den Gang in die Landesklasse gehen wolle. „Ein Trainer hatten wir auch schon parat“, erzählt Kienitz weiter, „aber die Ereignisse, sprich weitere Abmeldungen änderten sich fast stündlich, sodass wir uns dazu entschlossen gleich in der Kreisoberliga einen Neustart  zu wagen.“  Die Friedersdorfer Verantwortlichen sehen dies als einen richtigen Startpunkt. Man möchte eine Mannschaft präsentieren, die Freude am Fussball hat. „Zurück zu den Wurzeln“, bekräftigt Tim Duckstein noch einmal. Er meint damit, dass ein Team aus eigenen Nachwuchsspielern und aus erfahrenen Spielern geformt wird. Beim Neuaufbau helfen werden aus u.a. Ron Peters, Robert Hahn und Patrick Thiel. Zudem werden neben den Nachwuchsspielern Akteure der aktuellen zweiten Mannschaft, welche dann sich freiwillig von der Kreisliga in die 1. Kreisklasse zurückziehen wird, zum Gerüst der „neuen“ ersten Mannschaft. Trainiert wird das Team von Maik Hanke und Guido Kahle – dem Trainergespann der Zweiten.

„Wir gehen unseren Weg. Und dieser wird von unserem Nachwuchs bestimmt“, sagt Nico Kienitz, „und dafür lohnt es sich Tag für Tag das Beste zu geben.“ Und vielleicht prägen die trainierenden Jungs vom Samstag mal eine neue, erfolgreiche Ära des SVF im Herrenbereich.


Quelle:MZ Bitterfeld




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